Programme2021-09-14T01:07:29+02:00

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

1660-2021: Zeitreisen

L’avenir est un présent que nous fait le passé (André Malraux)

Liebe Freundinnen und Freunde des Musiksommers am Zürichsee

Der Bundesrat hat Klarheit geschaffen: Bei unseren Veranstaltungen ist das Covid-Zertifikat ab sofort obligatorisch. Dafür erhalten wir eine moderate Normalität zurück, was wir nach der langen Zeit der Einschränkungen sehr begrüssen. Bringen Sie also bitte ein gültiges Zertifikat an unsere Veranstaltungen mit, sonst können wir Ihnen keinen Einlass gewähren.

Ich freue mich sehr, Sie zu den nächsten Zeitreisen begrüssen zu dürfen

herzlich

Ihr

Manuel Bärtsch

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Einige Gedanken zum Programm 2021

1660-2021: Zeitreisen

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

L’avenir est un cadeau que nous fait le passé (André Malraux)

Liebe Freundinnen und Freunde des Musiksommers am Zürichsee

Was für ein Jahr! Und noch immer ist das Ende der Covid-19-Pandemie nicht in Sicht, die Auswirkungen auf die kulturelle Szene unabsehbar, die Zukunft unsicher – das Geschenk, um mit Malraux zu reden, das uns die jüngste Vergangenheit gemacht hat, wird uns wohl noch lange beschäftigen. Umso zuversichtlicher sieht der Musiksommer seiner Saison 2021 entgegen! Endlich wieder Konzerte live erleben, sich in andere Zeiten tragen lassen, emotionale Erschütterungen verspüren, Neues entdecken, Altes geniessen – ich muss Ihnen gestehen, dass ich selten so viel Vorfreude empfunden habe, wenn ich an die kommenden musikalischen Ereignisse denke, zu denen Sie das folgende Programm einlädt. Und sollte uns der Virus im Mai immer noch mit seinem Rückzugsgefecht belästigen, so haben wir unsere Vorbereitungen getroffen; diesmal sind wir im Vorteil!

Ich freue mich sehr, Sie bei diesen Konzerten begrüssen zu dürfen!

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Einige Gedanken zum Programm 2021

Vergangene Konzerte

17Okt 2021

1781/1943. Der ferne Spiegel

Lachen, Katholische Kirche
Sonntag, 17. Oktober, 19.00 Uhr.

Einführung 18.00

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Serenade KV 361 «Gran Partita» (1781)

Richard Strauss 1864-1949

Sonatine Nr.2 «Fröhliche Werkstatt» (1943)

Mozarts «Gran Partita» für grosses Bläserensemble ist eines seiner bedeutendsten Werke, sowohl nach Ausdehnung als auch nach Gehalt. Ein Bewunderer schrieb: «Die Mozartsche Melodie ist – losgelöst von jeder irdischen Gestalt – das Ding an sich, schwebt gleich Platons Eros zwischen Himmel und Erde, zwischen sterblich und unsterblich – befreit vom Willen – tiefstes Eindringen der künstlerischen Phantasie, des Unbewussten, in letzte Geheimnisse, ins Reich der Urbilder». Dieser Bewunderer – Richard Strauss – stellt dem letztlich unergründlichen Werk seine «Fröhliche Werkstatt» gegenüber, ein kongenialer Spiegel, der 162 Jahre überbrückt. Die Bläser des Berner Symphonieorchesters werden vom jungen Kapellmeister Sebastian Schwab geleitet.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

  • Eintritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat

Les solistes de Berne

  • Les solistes de Berne

  • Sebastian Schwab Leitung

26Sep 2021

Die Welt von gestern. Gönnerkonzert

Halbinsel Au, Wädenswil, Schloss
Sonntag, 26. Sept. 17.00 Uhr. Einführung 16.00

Ernst von Dohnányi 1877-1960

Serenade für Streichtrio op. 10 (1903)

Frederick Septimus Kelly 1881-1916

Streichtrio h-moll (1909/1911)

Das Kreisler-Trio bringt die legendäre Wiener Streicherkultur nach Au. «Die Welt von gestern» meint hier das Ende des langen 19. Jahrhunderts; die Eleganz, die Komplexität, die Abgründigkeit, kurz der «fröhliche Weltuntergang» (Joseph Roth) der Zeit zwischen Jahrhundertwende und dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs wird in Dohnányis Werk erlebbar. Ein besonderes Ereignis ist die Aufführung von Frederick Septimus Kellys Streichtrio, ein völlig unbekanntes Meisterwerk eines genialen jungen Komponisten, der in einem der sinnlosesten Blutbäder der «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts» (George F. Kennan) sein Ende fand: Kelly starb in den letzten Tagen der Schlacht an der Somme.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 50.- mit Apéro riche

    Anmeldung für den Apéro: pit.marty@bluewin.ch

  • Eintritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat

Kreisler-Trio Wien

  • Bojidara Kouzmanova-Vladar Violine

  • Axel Kircher Viola

  • Luis Zorita Violoncello

19Sep 2021

Musik zum Bettag – Orgeldisputation

Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 19. September, 18.30 Uhr. Einführung 17.30.

P.Theo Flury, Cyril Julien

Improvisationen

Stücke von Dimitri Terzakis (* 1938) und Mieczysław Weinberg (1919-1996)

Musikalische Improvisation: das heisst Komposition im Augenblick des Erklingens, Erfindung und Interpretation fallen im gleichen Moment zusammen. So wie anno 1717 Johann Sebastian Bach mit Meister Marchand oder Wolfgang Amadeus Mozart 1789 mit dem Organisten Johann W. Hässler in Dresden, so treten mit P. Theo Flury und Cyril Julien zwei Improvisatoren ganz unterschiedlicher Art in einen aus dem Moment geschöpften musikalischen Dialog, und man darf gespannt sein, wie sich der ökumenische Gedanke des Eidgenössischen Buss- und Bettags in diesem Zwiegespräch niederschlägt. Weitere Impulse geben die Meditationen von Abt Urban Federer, und einzelne Stücke von Mieczysław Weinberg und Dimitri Terzakis weiten den Blick in die jüdische und griechisch-orthodoxe Richtung.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

  • Eintritt nur mit gültigem Covid-Zertifikat

Protagonisten

  • P. Theo Flury

  • Cyril Julien

  • Abt Urban Federer Meditation

     

  • Bingli Wang Oboe

  • Inès Morin Violine

9Sep 2021

1830-1910. Die grosse Zeit der Oper

Feusisberg, Katholische Kirche
Donnerstag, 09. September 2021, 19.30 Uhr

Sängerinnen und Sänger des Internationalen Operstudios – Opernhaus Zürich

Das bewährte Opern-Konzert der Kühne-Stiftung in neuem Gewand: Wir freuen uns, diesmal das Internationale Opernstudio der Zürcher Oper bei uns begrüssen zu dürfen; die Sterne des Opernhimmels von morgen führen durch die Welt der italienischen Oper – Emotionen, Virtuosität, Witz und tiefere Bedeutung sind garantiert.

Einführung 2020 – erzählt von Manuel Bärtsch

Dieses Konzert wird grosszügig von der Kühne-Stiftung unterstützt.

Informationen

  • Ausverkauft!

Protagonisten

  • Internationales Opernstudio – Opernhaus Zürich

  • Adrian Kelly Klavier

8Aug 2021

Ein Kreis schliesst sich. Rudolf Kelterborns Lebenswerk

Bubikon, Ritterhaus
Sonntag, 08. August, 17.00 Uhr,
Einführung 16.00 Uhr

Rudolf Kelterborn (1931-2021)

Vier Miniaturen für Oboe und Violine (1964)

Streichtrio in zwei Teilen und elf Sätzen (1995/96)

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

aus dem Divertimento Es-Dur für Violine, Viola und Violoncello KV 563 (1788): Adagio

Rudolf Kelterborn *1931

Quartett für Oboe (auch Engl.Horn) und Streichtrio (2008/09)

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Quartett F-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello (1780/81)

Mit Rudolf Kelterborn hat uns in diesem Frühling einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten der Gegenwart verlassen. Seine Klangsprache ist sehr persönlich und unverwechselbar, und doch überraschen seine Stücke immer wieder. Dieses Programm wurde noch mit ihm entwickelt; es blickt auf mehr als 50 Jahre musikalische Kreativität zurück und schliesst auch Kelterborns kontinuierliche Beschäftigung mit Mozart ein. Junge höchstqualifizierte Musiker*innen sind in diesem Konzert zu hören, sie führen diese Musik in die Zukunft.

Aktuelle Ergänzung – erzählt von Manuel Bärtsch
Einführung vom Feburar – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 40.- mit Apéro

    • Platzzahl beschränkt
    • Reservation empfohlen
    • (pit.marty@bluewin.ch)

Protagonisten

  • Amelia Maszonska Violine

  • Juan Carlos Escobar Viola

  • Lev Sivkov Violoncello

  • Yuta Onouchi Oboe/Englischhorn

11Jul 2021

«Ach wie flüchtig, ach wie nichtig…»

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
Sonntag, 11. Juli, 14.15 Uhr, Einführung 13.45

Werke von György Ligeti, Johann Sebastian Bach, Johann Jakob Froberger, Georg Muffat u.a.

„Ach wie flüchtig, ach wie nichtig…“ Im Bewusstsein der Vergänglichkeit aller irdischen Dinge, gerade auch des eigenen Daseins zu leben – das gehörte zum Selbstverständnis des barocken Menschen. Und genauso ist ein Bewusstsein für die ephemere Natur aller Musik, für das ständig Entstehen und Wieder-Vergehen der Kunstwerke, wesentlich für jedes musikalische Schaffen. Und dennoch haben Komponisten aller Epochen immer wieder versucht, in ihren Werken gerade ein Gefühl des zeitlosen Verweilens, als einen Anklang der Ewigkeit, erfahrbar zu machen. Das Programm sucht diese Illusion in einer Zusammenstellung aus Ostinati und Variationen zu finden, denen aphoristische Formen improvisatorischen Charakters gegenübergestellt werden.

Einführung 2020

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

    • fast ausverkauft
    • schnelle Reservation empfohlen
    • info@rzst.ch

Protagonisten

  • Sebastian Bausch Cembalo

3Jul 2021

Mysterien heute

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
Sa 3. Juli,  erster Teil 14.15, Rundgang 15.15, zweiter Teil 16.00

Einführung 13.15

Heinrich Ignaz Franz Biber 1644 – 1709

Mysterien-Sonaten (1678-1687)

Bibers Rosenkranzsonaten stellen den Gipfel der theologischen Verstiegenheit in der Musik des Barock dar, und das will was heissen. Scordature – spezielle Stimmungen der Violine, Motive, Affekte: alles dient der mystischen Ausdeutung des Rosenkranzgebets. Und doch holen wir diese Musik ins Heute: mit subtilen akusmatischen Stücken von Studierenden der hkb-Sound Arts-Abteilung, die Bibers Musik, aber auch die Aussengeräusche der Insel einbeziehen. Die Pause zwischen den Konzertteilen kann für eine Umrundung der Insel verwandt werden. Auch hier lauern musikalische Überraschungen: Nehmen Sie auf jeden Fall Ihr Smartphone mit.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

    • Platzzahl sehr beschränkt, 
    • Reservation empfohlen
    • info@rzst.ch

Protagonisten

  • Leila Schayegh Barockvioline

  • Sebastian Wienand Orgel

  • Studierende soundarts HKB: Innen und Aussen. Akusmatische Stücke.

23Jun 2021

2021 (1855). Reise in die Zukunft

Rapperswil, Kapuzinerkloster
Mittwoch, 23. Juni 2021, 19.30 Uhr. Einführung 18.30

Teresa Carrasco *1980
Flysch (2021), Uraufführung

Tobias Krebs *1993
Schiefer (2019)

Anda Kryeziu *1993
Strange Loops (2019)

Auch in die Zukunft lässt es sich reisen; mit dem international besetzten concept store quartet, das Neuestes und Unerhörtes zum Klingen bringt. Kriterium ist hier, dass (fast) alle Komponistinnen und Komponisten deutlich jünger sind als der künstlerische Leiter. Um aber dem Konzert einen Hauch historische Tiefe zu verleihen, spielt in der Uraufführung der Komponistin Teresa Carrasco die Musik des Lachner Komponisten Joachim Raff eine Rolle; ein Fenster zum 19. Jahrhundert, durch das unsere Gegenwart blickt…

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

    • Platzzahl beschränkt, 
    • Reservation obligatorisch
    • (pit.marty@bluewin.ch)

Protagonisten

  • Alicja Pilarczyk Violine

  • Pablo Gonzáles Balaguer Saxophon

  • Nejc Grm Akkordeon

  • Guillem Serrano Perkussion

17Jun 2021

1905 – Unsichtbar und doch so nah

Rapperswil, Kunst(zeug)haus
Donnerstag, 17.Juni 2021, 19.00 Uhr. Einführung 18.00. 

Werke von Camille Saint-Saëns, Claude Debussy, Franz Liszt und anderen in historischen Live-Interpretationen.

Im Jahr 1905 kam das Welte-Mignon-Reproduktionsklavier auf den Markt, das Interpretationen mit allen ihren Nuancen auf Papierrollen speichern und wiedergeben konnte. Alles was in Europa pianistischen Rang und Namen hatte, nahm für dieses System auf. In diesem Konzert erstehen Interpretationen der grössten Pianistinnen und Pianisten dieser Zeit aus ihren papierenen Friedhöfen auf, sie werden kommentiert und mit heutigem Klavierspiel konfrontiert. Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Nationalfonds statt.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 30.00

    • Platzzahl beschränkt
    • Reservation obligatorisch 
    • info@rzst.ch

Protagonisten

  • Fanny Bloomfield Zeisler

  • Theodor Leschetitzky

  • Camille Saint-Saëns

     

  • Wladimir Horowitz

  • Manuel Bärtsch

  • Sebastian Bausch

11Jun 2021

Um 1742. Bach und seine Zeit

Busskirch, Kirche St. Martin
Freitag, 11. Juni, 19.00 Uhr. Einführung 18.00.

Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Drei Sonaten für Viola de Gamba und Cembalo BWV 1027-1029 (um 1742)

Musik für Cembalo rund um Johann Sebastian Bach

Bachs Gambensonaten sind auf dem Kontrabass kaum spielbar, ausser es nimmt sich ein Könner wie der junge Schweizer Kontrabassist Thierry Roggen ihrer an. Die technische Transzendenz seines Spiels lässt alle Schwierigkeiten hinter sich und lenkt die Aufmerksamkeit auf Bachs Musik, die wie ein Strom verschiedene Flüsse der vorangegangenen Jahrhunderte aufnimmt und sie in eine neue Zeit leitet. Dies wird verdeutlicht durch die Cembalostücke, die das Programm in der kongenialen Ausführung von Ricardo Magnus bereichern.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

    • Platzzahl beschränkt
    • Reservation obligatorisch 
    • (pit.marty@bluewin.ch)

Protagonisten

  • Thierry Roggen Kontrabass

  • Ricardo Magnus Cembalo

17Mai 2021

Eröffnungskonzert – 1828/1913. Ein knappes Jahrhundert

Rapperswil, Schloss, Rittersaal
Montag, 17. Mai, 19.00 Uhr. Einführung 18.00

Franz Schubert 1797 – 1828
Quintett C-Dur D. 956 (1828)

Anton Webern 1883 – 1945
Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 99 (1932)

Was sich innerhalb der Spanne eines Menschenlebens alles ändern kann… Mit Schubert und Webern begegnen sich zwei ästhetische und formale Extrempositionen – das atemberaubende Weiten durchschreitende Streichquintett und die äusserste, knappste Konzentration von Weberns Bagatellen erhellen sich gegenseitig. Es spielt mit dem Merel-Quartett das führende Schweizer Streichquartett.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

  • AUSVERKAUFT!

Merel Quartet

  • Mary Ellen Woodside Violine

  • Edouard Mätzener Violine

  • Alessandro d’Amico Viola

  • Rafael Rosenfeld Violoncello

  • Anita Leuzinger Violoncello

24Okt 2020

SCHÖNHEIT DES ABSCHIEDS

Lachen, Katholische Kirche
Samstag, 24. Oktober, 19.00 Uhr

Werke von Richard Strauss, Othmar Schoeck und Alban Berg

Schönheit des Abschieds, mit Musikern des Luzerner Symphonieorchesters. Das Programm konzentriert sich auf das Jahr 1913. Kurz bevor die Welt in der «Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts» (George F. Kennan) versank, boten die Komponisten alles auf, was an musikalischer Schönheit möglich ist, im vergeblichen Bestreben, den Augenblick vor der Höllenfahrt so lange wie möglich währen zu lassen.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

Kammerensemble des Luzerner Sinfonieorchesters

Stojan Krkuleski, Klarinette

Ulrich Poschner, Violine

Andrea Cellachi, Fagott

Florian Abächerli, Horn

Beat Feigenwinter, Cello

David  Desympelaere, Kontrabass

  • Diana Schnürpel Sopran

  • Manuel Bärtsch Klavier

27Sep 2020

TRANSZENDENZ II

Halbinsel Au, Wädenswil, Schloss
Sonntag, 27. Sept. 17.00 Uhr

Ludwig van Beethoven 1770 – 1827
Klaviersonate Nr. 30 E-Dur op. 109 (1821)
Klaviersonate Nr. 31 As-Dur op. 110 (1822)
Klaviersonate Nr. 32 c-Moll op. 111 (1822)

Wenn man an Schönheit in der Musik denkt, ist kein Vorbeikommen an den letzten Klaviersonaten von Ludwig van Beethoven. Diese Musik weist über sich hinaus ins Unbekannte. Normalerweise werden diese Stücke nacheinander nur von arrivierten Interpreten am Ende ihrer Karriere gespielt. Dass man aber für diese Musik nicht das halbe Jahrhundert überschritten haben muss, zeigt der intellektuell und pianistisch spektakuläre mexikanische Pianist Ricardo Acosta. Vom Bahnhof bis zum Schloss geleitet Sie ein Klangweg der soundarts-Abteilung der Hochschule der Künste Bern.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 50.- mit Apéro riche

Protagonisten

  • Ricardo Acosta Klavier

  • Künstler*innen des Studiengangs Soundart der HKB Bern

20Sep 2020

Bettagskonzert – RAUM, ZEIT UND EWIGKEIT

Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 20. September, 18.30 Uhr

Werke von Carlo Gesualdo, Josquin des Préz, Johann Hermann Schein, Johann Sebastian Bach und Lukas Langlotz (Uraufführung)

Der eidgenössische Dank-, Buss- und Bettag ist, wie sein Name sagt, eine Schweizer Erfindung. Im Spätmittelalter von der Obrigkeit in Notlagen angeordnet, erhielt er durch seine Geschichte eine starke zweite Bedeutung als Tag des Miteinander. Dieses Programm bringt vieles zusammen: die eigentliche Bussthematik, die in eine beschützende Vergebung übergeht; eine Meditation des Abtes von Einsiedeln; unglaublich kühne und ausdrucksstarke Musik von Carlo Gesualdo, Principe di Venosa, und anderer Komponisten aus seiner Zeit in Abwechslung mit der Uraufführung eines Werks des Komponisten Lukas Langlotz, das im Auftrag des Musiksommers entstanden ist. «Zwischenräume» macht nicht nur die Zeitdistanz zwischen der Spätrenaissance und heute spürbar, sondern erkundet auch die Akustik des überwältigend schönen Kirchenraums des Einsiedler Stifts. Das Calmus-Ensemble, von ihrem letzten Auftritt am Musiksommer in schöner Erinnerung, steht dem Saxophonquartett von Raphael Camenisch gegenüber.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Calmus Ensemble

  • Saxophon-Quartett Saxemble

  • Abt Urban Federer Meditation

     

1Sep 2020

ABGESAGT – Operngala – BELLA ITALIA

Feusisberg, Katholische Kirche
Dienstag, 01. September, 19.30 Uhr

Sängerinnen und Sänger des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper

Gemeinsam mit den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern präsentiert der Musiksommer am Zürichsee internationale Sängertalente bei einem Fest der grossen Opern. Ehemalige Mitglieder des Internationalen Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper singen Arien, Duette und Ensemblestücke aus Opern wie von Rossini, Donizetti, Bellini, Puccini und Verdi.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Dieses Konzert wird grosszügig von der Kühne-Stiftung unterstützt.

Informationen

  • Tickets – jetzt bestellen

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Na’ama Shulman Sopran

  • Ruzana Grigoria Mezzosopran

  • Dongwon Kang Tenor

  • Hiroshi Amako Tenor

  • Jóhann Kristinsson Bariton

  • Shin Yeo Bass

9Aug 2020

TRANSZENDENZ I

Bubikon, Ritterhaus
Sonntag, 09. August, 17.00 Uhr,
Einführung 16.00 Uhr

Olivier Messiaen 1908 – 1992

Vingt regards sur l’enfant Jésus (1944)

Die religiöse Transzendenz mal anders. Messiaens in jeder Beziehung monumentaler Zyklus «Vingt regards sur l’enfant Jésus» zeigt alles, was die ästhetische und rituelle Schönheit der Theologie bietet: Mediative Versenkung, ekstatische Freude, die Aufhebung der Zeit. Dieses in der Interpretation des unglaublichen Kirill Zvegintsov. Vor dem Konzert findet eine Einführung in Messiaens theologische Welt statt; nach diesem «Brocken» stärken wir uns bei einem Apéro.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 40.- mit Apéro

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Kirill Zvegintsov Klavier

19Jul 2020

ABGESAGT – «ACH WIE FLÜCHTIG, ACH WIE NICHTIG …»

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
Sonntag, 19. Juli, 17.30 Uhr

Werke von György Ligeti, Johann Sebastian Bach, Johann Jakob Froberger, Georg Muffat u.a.

„Ach wie flüchtig, ach wie nichtig…“ Im Bewusstsein der Vergänglichkeit aller irdischen Dinge, gerade auch des eigenen Daseins zu leben – das gehörte zum Selbstverständnis des barocken Menschen. Und genauso ist ein Bewusstsein für die ephemere Natur aller Musik, für das ständig Entstehen und Wieder-Vergehen der Kunstwerke, wesentlich für jedes musikalische Schaffen. Und dennoch haben Komponisten aller Epochen immer wieder versucht, in ihren Werken gerade ein Gefühl des zeitlosen Verweilens, als einen Anklang der Ewigkeit, erfahrbar zu machen. Das Programm sucht diese Illusion in einer Zusammenstellung aus Ostinati und Variationen zu finden, denen aphoristische Formen improvisatorischen Charakters gegenübergestellt werden.

Einführung – erzählt von Sebastian Bausch

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Sebastian Bausch Cembalo

12Jul 2020

ABGESAGT – MYSTERIENINSEL

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
So. 12. Juli,  12.30-13.30 und 14.00-15.00 Uhr

Heinrich Ignaz Franz Biber 1644 – 1709

Mysterien-Sonaten (1678-1687)

Heinrich Ignaz Franz Bibers «Rosenkranzsonaten» sind in ihrer Komplexität und theologischer Verstiegenheit einzigartige Stücke in ihrer Zeit. Sie treffen auf die junge Generation von Studierenden des soundart-Studiengangs der HKB Bern, die Intermezzi gestalten mit Bibers Material, aber auch mit den Klängen der Insel. Wir lassen uns überraschen von ihrer Inspiration.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Leila Schayegh Barockvioline

  • Sebastian Wienand Orgel

  • Studierende soundarts HKB: Innen und Aussen. Akusmatische Stücke.

28Jun 2020

ABGESAGT – LOB DES SCHATTENS

Rapperswil, Kapuzinerkloster
Sonntag, 28. Juni, 19.00 Uhr

Claude Debussy 1862 – 1918
Sonate für Flöte, Viola und Harfe (1915)

Toshio Hosokawa *1955
Threnody. To the victims of Tohoku Eartquake 3.11. (2011)

Tōru Takemitsu 1930 – 1996
And then I knew ‘twas Wind (1992)

Texte von Tanizako Jun’chirō 1886 – 1965

Jürg Zurmühle *1957
Musik aus der Stille. Traditionelle japanische Musik und eigene Kompositionen

Die japanische Ästhetik zeigt faszinierende Eigenheiten, die die westliche Musik des letzten Jahrhunderts zutiefst geprägt haben: das Abgegriffene, das Halbdunkel, das geheimnisvoll Gealterte. Shakuhachi, das traditionelle japanische Flöteninstrument, trifft auf Kompositionen für Flöte, Harfe und Viola, die von dieser Ästhetik geprägt wurden. Dazwischen Lesung aus Tanizako Jun’chirō «Lob des Schattens». Und, als Kontrapunkt und Zentrum, das düstere Mahnmal von Toshio Hosokawa für die Opfer des Erdbebens von 2011, für Viola solo. Auf alten Bildern des paradiesischen Arkadiens sagt der Tod: «Et in arcadia ego»; auch ich bin hier.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Christoph Bösch Flöte

  • Alessandro d’Amico Viola

  • Consuelo Giulianelli Harfe

  • Jürg Zurmühle Shakuhachi

  • Bodo Krumwiede Sprecher

     

12Jun 2020

ABGESAGT – DIE SCHÖNHEIT DES PARADOXONS

Busskirch, Kirche St. Martin
Freitag, 12. Juni, 19.30 Uhr

Johann Sebastian Bach 1685 – 1750
Drei Sonaten für Viola de Gamba und Cembalo BWV 1027-1029 (um 1742)

Musik für Cembalo rund um Johann Sebastian Bach

«Zuviel von allem» war die Devise des Barock. Dieser gewollte Überfluss wird hier auf die Spitze getrieben: Bachs Gambensonaten mit Kontrabass zeigen einerseits die Ästhetik der mühelosen Virtuosität (zumindest in der Ausführung von Thierry Roggen). Vor allem aber ist die paradoxe Schönheit und die Ausdrucksfülle des Kontrabass-Klanges zu bewundern: Dies alles im überreich ornamentierten Kirchenraum und mit Cembalomusik aus der gleichen Zeit angereichert: mehr barocke Anmut geht nicht.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

  • Platzzahl beschränkt

Protagonisten

  • Thierry Roggen Kontrabass

  • Ricardo Magnus Cembalo

30Mai 2020

ABGESAGT – Eröffnungskonzert – «VERWEILE DOCH …»

Rapperswil, Schloss, Rittersaal
Samstag, 30. Mai, 19.30 Uhr

Franz Schubert 1797 – 1828
Quintett C-Dur D. 956 (1828)

Anton Webern 1883 – 1945
Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 99 (1932)

Die bessere Idee, als im Pfingststau zu stehen: das von zauberhafter Länge gekennzeichnete Quintett von Franz Schubert lädt zum Verweilen ein, wird jedoch unterbrochen von den kürzesten, konzentriertesten und schönsten Stücken der musikalischen Moderne, den Bagatellen für Streichquartett von Anton von Webern.

Einführung – erzählt von Manuel Bärtsch

Informationen

  • Kollekte

Merel Quartet

  • Mary Ellen Woodside Violine

  • Edouard Mätzener Violine

  • Alessandro d’Amico Viola

  • Rafael Rosenfeld Violoncello

  • Eckard Runge Violoncello

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