Programme2022-05-29T11:38:24+02:00

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

Heimat, die ich meine…

So hiess eine Fernsehserie in den achtziger Jahren, die die fiktive polnische Familie Lukaszek bei ihrer Übersiedelung nach Deutschland begleitete. Jedes Mitglied brachte dabei andere Konzeptionen von Heimat mit, was für Unterhaltung sorgte. In der Tat: «Heimat» ist etwas ganz Persönliches und vereint recht unterschiedliche Vorstellungen: (Viel zu) naheliegend sind geographische und ethnische Definitionen, aber man kann auch intellektuell oder emotional eine Heimat finden; oder aber man ist bewusst überall zuhause. Überdies entsteht besonders spannende Kunst – und das können wir heute besonders gut beobachten – gewöhnlich in den Schnitt-, Kollisions- und Überlappungszonen dieser Heimatbegriffe.

Nach den Zeitreisen der letzten Saison bewegen wir uns also geographisch, intellektuell, kosmopolitisch und emotional durch die bunte Welt der Musik. Natürlich spielt dabei die Schweiz eine wichtige Rolle, sowohl als musikalisch noch zu entdeckendes Land, als auch als Spannungspol zu musikalischen Kulturen anderer Regionen. Dieser Weg führt uns unter anderem über Schweden, Persien, Japan auch in die musikalischen Welten von Gustav Mahler und Heinrich Schütz. Ich freue mich sehr, diese Erlebnisse mit Ihnen zu teilen.

herzlich

Ihr

Manuel Bärtsch

Heimat, die ich meine…

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

So hiess eine Fernsehserie in den achtziger Jahren, die die fiktive polnische Familie Lukaszek bei ihrer Übersiedelung nach Deutschland begleitete; jedes Mitglied brachte dabei andere Konzeptionen von Heimat mit, was für Unterhaltung sorgte. In der Tat. «Heimat» ist etwas ganz Persönliches und vereint ganz unterschiedliche Vorstellungen: …

(viel zu) naheliegend sind geographische und ethnische Definitionen, aber man kann auch intellektuell oder emotional eine Heimat finden; oder aber man ist bewusst überall zuhause. Überdies entsteht Kultur – und das können wir heute besonders gut beobachten – gewöhnlich an den Schnitt- , Kollisions- und Überlappungsgrenzen dieser Heimatbegriffe.

Nach den Zeitreisen der letzten Saison reisen wir also geographisch, intellektuell, kosmopolitisch und emotional durch die bunte Welt der Musik. Natürlich spielt dabei die Schweiz eine wichtige Rolle, sowohl als musikalisch noch zu entdeckendes Land als auch als Spannungspol zu anderen musikalischen Kulturen. Dieser Weg führt uns unter Anderem über Finnland, Persien, Griechenland, Japan auch in die musikalischen Welten von Gustav Mahler und Max Reger. Es ist mein Bestreben, Sie mit jedem Konzert neben dem ästhetischen Genuss auch zu überraschen: Neu in dieser Saison sind zum Beispiel eine Konzertlesung, eine musikalisch bespielte Ausstellung mit begehbaren Skulpturen und ein Konzert im Zürcher Lindenhof, wo man auch nicht alle Tage hineinkommt. Wie sagte Perikles? Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut

Ich freue mich sehr, Sie in der Saison 2022 wieder zu sehen

herzlich

Ihr

Manuel Bärtsch

26Jun 2022

Unterwegs

Rapperswil, Kapuzinerkloster
Sonntag, 26. Juni 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Heinrich Schütz (1585-1672), Claudio Monteverdi (1567-1643): Italienische Madrigale
Giovanni Girolamo Kapsberger (1580-1651): Toccate, aus Libro primo d’intavolatura di chitarrone (1604)
Charles Uzor (*1961): hay que caminar… en una arcada. hay que caminar … al fin del mundo (2022, Uraufführung)

Die selten aufgeführten italienischen Madrigale von Heinrich Schütz zeugen von seinem Studium in Venedig bei Giovanni Gabrieli. Die lebens- und farbenfrohe, raffinierte venezianische Kompositionsweise teilt er mit dem in Venedig geborenen deutschstämmigen Johann Hieronymus Kapsberger, einem Lautenvirtuosen, der in Rom im päpstlichen Dienst zum Giovanni Giorlamo Kapsberger mutierte. Dazu zwei sehr unterschiedliche Werke lebender Komponisten: Der aus Haifa stammende Orí Harmelin orientiert sich in seiner Passacaglia streng an historischen Vorbildern, während die neuen Stücke für Laute des nigerianisch-schweizerischen Komponisten Charles Uzor, ein Kompositionsauftrag des Musiksommers, einen zeitgenössischen Blick auf alte Instrumente werfen. Sie sind ein eindrückliches Beispiel für das geografische und historische Unterwegssein, das alle Komponisten dieses Abends verbindet.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Vokalensemble Voces suaves

  • Sebastian Carrasco Mendoza, Laute

  • Orí Harmelin, Theorbe

2Jul 2022

Exil Paris

Klosterinsel Ufenau, Kirche St.Peter und Paul
Samstag 2.Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.00

Werke von Manuel de Falla (1876-1946), Alexandre Tansman (1897-1986), Frederic Mompou (1893-1987), Xavier Montsalvatge (1912-2002), Claude Debussy (1862-1918) und Maurice Ravel (1875-1937)

Exil als Heimat – welch seltsamer Widerspruch. Und doch haben bestimmte Orte, allen voran Paris, auf Komponisten, die ihr Land verlassen mussten oder wollten, eine eigenartige Wirkung: eine Horizonterweiterung in Bezug auf neue Kompositionstechniken, und gleichzeitig eine Besinnung auf das eigene Idiom. Manuel de Fallas progressiver Nationalstil entsteht hier und beeinflusst die nachfolgenden Exilspanier, Alexandre Tansman schreibt «in modo polonico», und die französischen Komponisten nehmen ihrerseits die fremden Idiome auf. Die Kirche St. Peter und Paul auf der Ufenau mit ihren uralten Fresken kommt dieser musikalischen Welt in besonderer Weise entgegen. Auf der geschichtsträchtigen «Insel der Stille» gewinnt jeder Ton an Bedeutung und Ausdruck: Intime Kammermusik wird hier zum Erlebnis.

Informationen

  • Eintritt: 50.-

Protagonisten

  • Consuelo Giulianelli

  • Maurizio Grandinetti, Gitarre

10Jul 2022

«Les sauvages» – Wo endet die Welt?

Klosterinsel Ufenau, Kirche St.Peter und Paul
Sonntag, 10. Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.00.

Jürg Zurmühle: Kompositionen, traditionelle Stücke
Tom Arthurs, Sam Britton: Improvisation

Für das antike Griechenland war klar: Wer nicht griechisch spricht, ist ein lallender Barbar, und die Säulen des Herakles bei Gibraltar markieren das Ende der Welt. Seither hat sich unsere Vorstellung der Welt kontinuierlich erweitert bis zum banalen globalen Dorf, aber empfinden wir auch so? In diesem Konzert werden die ästhetischen Grenzen der Welt ausgelotet: Die Shakuhachi, ein streng rituelles, virtuoses und ausgesprochen ausdrucksvolles japanisches Instrument, trifft auf die nicht minder aufregenden Klänge des britischen Jazz-Trompeters und Komponisten Tom Arthurs und des elektronischen Klangmagiers Isambard Khroustaliov alias Sam Britton. In ihren Improvisationen werden die Klänge der Insel, aber auch Rameaus «les indes galantes» eine Rolle spielen. Diese expressiven, sparsamen Skizzen schlagen eine Brücke zur Ausstellung von Harald Nägeli, die Sie auf der Insel bewundern können, und stellen die Frage nach der Endlichkeit der Welt ins Transzendentale.

Informationen

  • Eintritt 50.-

Protagonisten

  • Jürg Zurmühle, Shakuhachi

  • Tom Arthurs, Trompete

  • Sam Britton, electronics

     

19Aug 2022

Persien – Basel

Ritterhaus Bubikon
Freitag, 19. August, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Kompositionen und Improvisationen

Vier Musiker, mit allen Wassern der westlichen Traditionen gewaschen, treffen auf den persischen Virtuosen und Komponisten Misagh Joolaee: Eine einzigartige musikalische Begegnung, welche sich durch Improvisation, komplexe Rhythmen, verzierte Melodien aus mikrotonalen Intervallen und eine eigene Harmoniesprache auszeichnet. Diese noch nicht dagewesenen musikalischen Landschaften haben eine fünfte Mitspielerin: Die mittelalterliche Niederlassung des Johanniterordens, in deren Kapelle das Konzert stattfindet, gibt dem Konzert einen besonderen Reiz. Zunächst als ästhetischer Kontrast, dann aber auch als ferner Spiegel der mittelalterlichen Lust an komplexer Spekulation, und schliesslich als musikalisches Gesamtkunstwerk durch die wunderschöne, zeitlose Akustik.

Informationen

  • Eintritt: 40.- mit Apéro

Protagonisten

  • Misagh Joolaee Kamancheh

  • Ensemble Cordaeola

2Sep 2022

Kosmopolitismus

Lindenhof Zürich

Freitag, 2. September, 19.00 Uhr. Einführung 18.00.

Felix Mendelssohn (1809-1847): Präludium und Fuge e-Moll, op. 35/1 (1841)
Franz Liszt (1811-1886): Stücke aus «Années de pèlerinage». Première année : Suisse (1848-1851)
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sonate c-moll op. 111 (1822)

Man kann auch überall zuhause sein. Der Kosmopolitismus der Musik von Mendelssohn, Liszt und Beethoven – in der Interpretation des Schweizer Meisterpianisten Oliver Schnyder – führt den Musiksommer auf den Lindenhof, den ältesten besiedelten Teil Zürichs. Hier befindet sich seit dem 18. Jahrhundert die Heimat der Zürcher Freimaurerei, die für Aufklärung, Toleranz und Kosmopolitismus steht. Hier wurde Franz Liszt 1845 auf eigenen Wunsch als Ehrenmitglied der Loge «Modestia cum libertate» aufgenommen. Sein unentwegter und nicht immer von Verständnis des Publikums begleiteter Einsatz für Beethovens Spätwerk hatte einen grossen Einfluss darauf, dass diese an masonischen Ideen reiche Musik bis heute so lebendig geblieben ist. Seine letzte Sonate entführt die Zuhörenden in das Reich der musikalischen Metaphysik, Theodor Adorno sprach von «Eros und Erkenntnis». Um diesen letzten Dingen auf den Grund zu gehen, sind wir hier am richtigen Ort. Im normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen historischen Konferenzsaal der Zürcher Logen, wo seit mehr als 160 Jahren die Anhänger der Aufklärung debattieren.

Informationen

  • Eintritt: 50.-

Protagonisten

  • Oliver Schnyder, Klavier

15Sep 2022

Highlights aus der italienischen Opernwelt

Katholische Kirche Feusisberg, Donnerstag, 15. September, 19.30 Uhr. Apéro: 19.00 Uhr, offeriert von der Kulturkommission Feusisberg

Nach dem «Land, in dem die Zitronen blühen», zieht es nicht nur Goethes geheimnisvolle Mignon, sondern auch viele Opernfans; melodischer Erfindungsgeist, mitreissende Rhythmik, Emotionalität und Virtuosität sind in der italienischen Oper unübertroffen. Die Schlüsselszenen, die wir dank der Zusammenarbeit mit dem Opernstudio der Oper Zürich und der Kühne-Stiftung mit den Stars der Oper von morgen erleben dürfen, spiegeln paradigmatisch die grossen Gefühle des Lebens wider: Freude und Schmerz, Wut, Ekstase, Trauer, Scherz, oft auf engem Raum oder gar gleichzeitig. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau ist gesorgt.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios – Oper Zürich

  • Adrian Kelly Klavier

18Sep 2022

Geistes Heimat

Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 18. September, 18.30 Uhr. Einführung 17.30 Uhr.

Geistliche Musik von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594), J.S. Bach (1685-1750), Salomone Rossi (1570-1630), Mohammed Fairouz (*1985), Sandeep Bhagwati (*1963), Joanne Metcalf (*1958) und Max Reger (1873-1916).

Katholikós: Das allgemein Gültige, aber auch das Ganze, Ganzheitliche, die Fülle. Der Bettag in Einsiedeln gibt mit seiner stark ökumenischen Bedeutung dieser Fülle im eigentlichen Sinn Raum, die barocke Stiftskirche tritt in Dialog mit geistlicher Musik jenseits der Konfessions-, Epochen- und Religionsgrenzen. Die Meditationen des Abts werden ergänzt durch heimatliche und doch unvertraute Klänge des modernen Alphornquartetts Hornroh. So nah und so fern zugleich ist uns unsere geographische wie spirituelle Heimat.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Ensemble Singer pur

  • Hornroh Modern Alphorn Quartet

  • Abt Urban Federer, Meditation

     

2Okt 2022

In meiner Träume Heimat

Halbinsel Au/Wädenswil, Schloss
Sonntag, 2. Oktober, 17.00 Uhr. Einführung 16.00 Uhr.

Lieder von Richard Strauss (1864-1949), Ludwig Thuille (1861-1907), Wolfgang Fortner (1907-1987) und Othmar Schoeck (1886-1957).

Das Lied ist eine eigene Welt, es setzt unserer cartesianischen Ästhetik einen eigenen Zauber entgegen, der uns in andere Welten entführen kann: Auf der Kompositionsebene bedeutet das oft auch eine Flucht in eine musikalisch spektakuläre Innerlichkeit. Wir erwecken die Musik von Ludwig Thuille nach mehr als 100 Jahren aus ihrem Dornröschen-Schlaf; mit Schloss Au ist dafür der richtige Rahmen gegeben. Daneben finden auch heikle Grenzgänge statt: Othmar Schoeck, Wolfgang Fortner und Richard Strauss eint ein durchaus zwiespältiges Verhältnis zu ihrer realen Umwelt, zumindest in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Auch verdächtige Idyllen sind schön und auf prekäre Art faszinierend.

Informationen

  • Eintritt 50.- mit Apéro riche

Protagonisten

  • Irène Friedli Alt

  • Manuel Bärtsch Klavier

16Okt 2022

Kosmos Mahler

Katholische Kirche Lachen
Samstag 16. Oktober, 18.00 Uhr. Einführung 17.00.

Gustav Mahler (1860-1911): Symphonie Nr.5  (1902). Kammerfassung von Klaus Simon (*1968)

Jede Symphonie von Gustav Mahler ist eine Welt für sich. Die Kammerfassungen erlauben – jenseits der erschlagenden Wirkung eines grossen Orchesterapparats – eine intime Einsicht in diese unergründlich reichen Stücke, eine neue Hörerfahrung gerade auch für Mahler-Ungewohnte. Mahlers 5. Symphonie ist ein besonders komplexes Werk; sein Seufzer «Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk, niemand capiert sie» ist heute jedoch einer allgemeinen Bewunderung für die Dramatik, die Schönheit und die Expressivität dieser Musik gewichen. Das Adagietto mit seiner ins kollektive Gedächtnis übergegangenen Verbindung mit dem Film «Tod in Venedig» von Luchino Visconti weckt hier eine letzte Assoziation an das Sehnsuchtsland Italien. Dieses Konzert bringt ein Wiedersehen mit der Dirigentin Graziella Contratto, die den Musiksommer stark mitgeprägt hat.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Graziella Contratto, Leitung

  • MythenEnsembleOrchestral

Vergangene Konzerte

9Sep 2021

1830-1910. Die grosse Zeit der Oper

Feusisberg, Katholische Kirche
Donnerstag, 09. September 2021, 19.30 Uhr

Sängerinnen und Sänger des Internationalen Operstudios – Opernhaus Zürich

Das bewährte Opern-Konzert der Kühne-Stiftung in neuem Gewand: Wir freuen uns, diesmal das Internationale Opernstudio der Zürcher Oper bei uns begrüssen zu dürfen; die Sterne des Opernhimmels von morgen führen durch die Welt der italienischen Oper – Emotionen, Virtuosität, Witz und tiefere Bedeutung sind garantiert.

Dieses Konzert wird grosszügig von der Kühne-Stiftung unterstützt.

Informationen

  • Ausverkauft!

Protagonisten

  • Internationales Opernstudio – Opernhaus Zürich

  • Adrian Kelly Klavier

8Aug 2021

Ein Kreis schliesst sich. Rudolf Kelterborns Lebenswerk

Bubikon, Ritterhaus
Sonntag, 08. August 2021, 17.00 Uhr,
Einführung 16.00 Uhr

Rudolf Kelterborn (1931-2021)

Vier Miniaturen für Oboe und Violine (1964)

Streichtrio in zwei Teilen und elf Sätzen (1995/96)

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

aus dem Divertimento Es-Dur für Violine, Viola und Violoncello KV 563 (1788): Adagio

Rudolf Kelterborn *1931

Quartett für Oboe (auch Engl.Horn) und Streichtrio (2008/09)

Wolfgang Amadeus Mozart 1756-1791

Quartett F-Dur für Oboe, Violine, Viola und Violoncello (1780/81)

Mit Rudolf Kelterborn hat uns in diesem Frühling einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten der Gegenwart verlassen. Seine Klangsprache ist sehr persönlich und unverwechselbar, und doch überraschen seine Stücke immer wieder. Dieses Programm wurde noch mit ihm entwickelt; es blickt auf mehr als 50 Jahre musikalische Kreativität zurück und schliesst auch Kelterborns kontinuierliche Beschäftigung mit Mozart ein. Junge höchstqualifizierte Musiker*innen sind in diesem Konzert zu hören, sie führen diese Musik in die Zukunft.

Informationen

  • Eintritt CHF 40.- mit Apéro

    • Platzzahl beschränkt
    • Reservation empfohlen
    • (pit.marty@bluewin.ch)

Protagonisten

  • Amelia Maszonska Violine

  • Juan Carlos Escobar Viola

  • Lev Sivkov Violoncello

  • Yuta Onouchi Oboe/Englischhorn

11Jul 2021

«Ach wie flüchtig, ach wie nichtig…»

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
Sonntag, 11. Juli 2021, 14.15 Uhr, Einführung 13.45

Werke von György Ligeti, Johann Sebastian Bach, Johann Jakob Froberger, Georg Muffat u.a.

„Ach wie flüchtig, ach wie nichtig…“ Im Bewusstsein der Vergänglichkeit aller irdischen Dinge, gerade auch des eigenen Daseins zu leben – das gehörte zum Selbstverständnis des barocken Menschen. Und genauso ist ein Bewusstsein für die ephemere Natur aller Musik, für das ständig Entstehen und Wieder-Vergehen der Kunstwerke, wesentlich für jedes musikalische Schaffen. Und dennoch haben Komponisten aller Epochen immer wieder versucht, in ihren Werken gerade ein Gefühl des zeitlosen Verweilens, als einen Anklang der Ewigkeit, erfahrbar zu machen. Das Programm sucht diese Illusion in einer Zusammenstellung aus Ostinati und Variationen zu finden, denen aphoristische Formen improvisatorischen Charakters gegenübergestellt werden.

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

    • fast ausverkauft
    • schnelle Reservation empfohlen
    • info@rzst.ch

Protagonisten

  • Sebastian Bausch Cembalo

3Jul 2021

Mysterien heute

Klosterinsel Ufenau, Kirche St. Peter und Paul
Sa 3. Juli 2021,  erster Teil 14.15, Rundgang 15.15, zweiter Teil 16.00

Einführung 13.15

Heinrich Ignaz Franz Biber 1644 – 1709

Mysterien-Sonaten (1678-1687)

Bibers Rosenkranzsonaten stellen den Gipfel der theologischen Verstiegenheit in der Musik des Barock dar, und das will was heissen. Scordature – spezielle Stimmungen der Violine, Motive, Affekte: alles dient der mystischen Ausdeutung des Rosenkranzgebets. Und doch holen wir diese Musik ins Heute: mit subtilen akusmatischen Stücken von Studierenden der hkb-Sound Arts-Abteilung, die Bibers Musik, aber auch die Aussengeräusche der Insel einbeziehen. Die Pause zwischen den Konzertteilen kann für eine Umrundung der Insel verwandt werden. Auch hier lauern musikalische Überraschungen: Nehmen Sie auf jeden Fall Ihr Smartphone mit.

Informationen

  • Eintritt CHF 50.-

    • Platzzahl sehr beschränkt, 
    • Reservation empfohlen
    • info@rzst.ch

Protagonisten

  • Leila Schayegh Barockvioline

  • Sebastian Wienand Orgel

  • Studierende soundarts HKB: Innen und Aussen. Akusmatische Stücke.

23Jun 2021

2021 (1855). Reise in die Zukunft

Rapperswil, Kapuzinerkloster
Mittwoch, 23. Juni 2021, 19.30 Uhr. Einführung 18.30

Teresa Carrasco *1980
Flysch (2021), Uraufführung

Tobias Krebs *1993
Schiefer (2019)

Anda Kryeziu *1993
Strange Loops (2019)

Auch in die Zukunft lässt es sich reisen; mit dem international besetzten concept store quartet, das Neuestes und Unerhörtes zum Klingen bringt. Kriterium ist hier, dass (fast) alle Komponistinnen und Komponisten deutlich jünger sind als der künstlerische Leiter. Um aber dem Konzert einen Hauch historische Tiefe zu verleihen, spielt in der Uraufführung der Komponistin Teresa Carrasco die Musik des Lachner Komponisten Joachim Raff eine Rolle; ein Fenster zum 19. Jahrhundert, durch das unsere Gegenwart blickt…

Informationen

  • Kollekte

    • Platzzahl beschränkt, 
    • Reservation obligatorisch
    • (pit.marty@bluewin.ch)

Protagonisten

  • Alicja Pilarczyk Violine

  • Pablo Gonzáles Balaguer Saxophon

  • Nejc Grm Akkordeon

  • Guillem Serrano Perkussion

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