
Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung
Endlichkeit/Unendlichkeit
Wandelt sich rasch auch die Welt
Wie Wolkengestalten
Alles Vollendete fällt
Heim zum Uralten
Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus
Das Programm der neuen Saison nimmt eine Grundbedingung der condition humaine in den Blick: die Diskrepanz zwischen dem Wissen um die eigene Endlichkeit und der Sehnsucht nach dem Unendlichen, Unbegrenzten, weder den Zwängen der Zeit noch des Raums Unterworfenen. Dieser „Sinn und Geschmack für das Unendliche“, von dem Friedrich Schleiermacher vor mehr als 200 Jahren schrieb, kennt seinerseits kein Verfalldatum und verbindet Komponistinnen des Mittelalters mit Improvisatoren von heute. Und auch das Medium Musik als Zeitkunst scheint es zu reizen, die eigene Begrenztheit zu überwinden. Lassen Sie sich überraschen…
herzlich
Ihr
Manuel Bärtsch
Macht und Individuum

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung
„Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, die rings von Wirklichkeit umbrandet ist.“
José Ortega y Gasset
Musik entsteht immer in einem sozialen Gefälle – auf der einen Seite steht die Macht, die die Lebensumstände diktiert, die Auftragsgeber*innen, die Inkarnationen des Zeitgeists, die Zwänge des Broterwerbs. Auf der anderen Seite steht das Individuum, das sich zu diesen Kräften verhält, zustimmt, zweifelt, sich ihnen entzieht, sich auflehnt. Daraus entsteht grossartige Musik, sei es in Revolutionen, aus Überzeugung oder Ablehnung, als Kompromiss, Anarchie oder in kunstvoller Akzeptanz der Umstände. Der Musiksommer 2024 zeigt ganz unterschiedliche Konstellationen dieser Beziehung. Ich freue mich, diese Konzerte mit Ihnen zu erleben!
(viel zu) naheliegend sind geographische und ethnische Definitionen, aber man kann auch intellektuell oder emotional eine Heimat finden; oder aber man ist bewusst überall zuhause. Überdies entsteht Kultur – und das können wir heute besonders gut beobachten – gewöhnlich an den Schnitt- , Kollisions- und Überlappungsgrenzen dieser Heimatbegriffe.
Nach den Zeitreisen der letzten Saison reisen wir also geographisch, intellektuell, kosmopolitisch und emotional durch die bunte Welt der Musik. Natürlich spielt dabei die Schweiz eine wichtige Rolle, sowohl als musikalisch noch zu entdeckendes Land als auch als Spannungspol zu anderen musikalischen Kulturen. Dieser Weg führt uns unter Anderem über Finnland, Persien, Griechenland, Japan auch in die musikalischen Welten von Gustav Mahler und Max Reger. Es ist mein Bestreben, Sie mit jedem Konzert neben dem ästhetischen Genuss auch zu überraschen: Neu in dieser Saison sind zum Beispiel eine Konzertlesung, eine musikalisch bespielte Ausstellung mit begehbaren Skulpturen und ein Konzert im Zürcher Lindenhof, wo man auch nicht alle Tage hineinkommt. Wie sagte Perikles? Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut
herzlich
Ihr
Manuel Bärtsch
Eröffnungskonzert
Infinitiy loops
Zürich, Baby Angel
Samstag, 6. Juni, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.
Steve Reich (*1936): «Come on» (abgespielt von Vinyl)
Steve Reich: «Violin Phase» für Violine und voraufgezeichnetes Band
Sebb Bash: Carte Blanche
Ein bis zur imaginierten Ewigkeit wiederholtes Pattern erlebt allmähliche, oft zuerst kaum merkliche Modifikationen, wird überlagert, verschiebt sich:
ein magisches Klangerlebnis in den frühen Werken von Steve Reich. Und ausgehend von der New Yorker Bronx eroberte sich eine afro-amerikanische
Kunstform zwischen Avantgarde, Experiment und Storytelling die Welt, die ebenfalls auf die Magie von Sampling und Looping vertraut: Hip-Hop. In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verein guerillaclassics geht der Musiksommer unerwarteten Geistesverwandtschaften nach. Dmitry Smirnov, unser Artist in Residence 2023, spielt mit sich selbst Steve Reichs «Violin Phase», während der seit den 1990er-Jahren international gefragte und 2019 mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnete Lausanner DJ und Produzent Sebb Bash eine Carte Blanche erhält.

Informationen
Kollekte
Protagonisten
Dmitry Smirnov, Violine
Sebb Bash Electronics, loop
Tracy September, Severin Kolb Kuration
…das Ende der Zeit
Kapuzinerkloster Rapperswil
Samstag, 13. Juni, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.
Werke von Hon Ning Cheung, Luca Staffelbach, Lawson Lawall und Capucine Seuret (Kompositionsklasse von Dieter Ammann)
Oliver Messiaen (1908-1992): Sätze aus «Quatuor pour la fin du temps»
Die musikalische Zeit ist nicht die gemessene Zeit; Stunden können sich wie Minuten anfühlen und umgekehrt. Messiaens Quatuor, ein Schlüsselwerk der Moderne, verbindet dieses kompositorische Zeitspiel mit der metaphysischen Idee der Aufhebung der Zeit in der biblischen Johannes-Offenbarung. Wie die junge Generation von Komponist*innen auf dieses so moderne wie gleichzeitig aus der Zeit gefallene Werk reagiert, darf mit Spannung erwartet werden. Das junge Dissolution Ensemble setzt sich für das Verständnis und die Verbreitung von neuer Musik ein; wie sein Name besagt, ist ein fluider Umgang mit Grenzen und Konventionen ein wichtiger Teil seiner musikalischen Identität.


Informationen
Kollekte
Protagonisten
Dissolution Ensemble
Corinna Canzian
ViolineCharlotte Lorenz
Violoncello
Rebecca Blau
Flöte
Anastasia Schmidlin
KlarinettePierre Delignies
Klavier
All’improvviso
Schloss Au, Wädenswil Sonntag, 21. Juni, 17.00 Uhr. Einführung 16.00.
Django Bates
Improvisationen und Eigenkompositionen
Der Grossmeister des Modern Creative Jazz Django Bates ist als Komponist und als Pianist ein Erlebnis für sich. Mit jedem Konzert, mit jeder Aufnahme
überrascht er, ob er nun mit Anouar Brahem «blue makams» erkundet, Charlie Parker Tribut zollt oder bearbeitet und verfremdet: Immer kombiniert er ein
meisterliches Handwerk mit zugleich spannenden, ästhetischen und zutiefst schrägen Ideen. Er hat sich in den letzten Jahren wieder zunehmend dem Klavier als Soloinstrument zugewandt. Was er exklusiv für uns aus dem unendlichen Meer der Möglichkeiten herausfischen wird? Wir werden sehen…
Albert und Christa Merz-Isoz, Kilchberg
Informationen
Eintritt: 50.- inkl. apéro riche
Bitte nutzen Sie den Vorverkauf oder melden Sie sich für den Apéro riche bei Pit Marty an: pit.marty@bluewin.ch
Protagonisten
Django Bates
Klavier
Mystikerinnen
Kirche St. Peter und Paul, Ufenau. Sonntag, 5. Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.15 Uhr.
Werke von Hildegard von Bingen (1098-1179), Hadewjich (13. Jahrhundert) und Sofia Gubaidulina (1931-2025)
Weibliche Mystik aus dem Mittelalter: Wer Hadewjich war, ist nur noch schwer festzustellen, im Gegensatz zu Hildegard von Bingen, deren Wirken weit über die Musik hinausging. Beiden ist gemeinsam, dass sie uns einen Anhauch des Unendlichen aus unendlich ferner Zeit vermitteln. Ihr Echo finden diese Mystikerinnen im Werk der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina, deren Denken in mathematischen Proportionen sich direkt an die mittelalterliche Idee der Sphärenmusik anschliesst und doch eine zeitgenössische emotionale Dringlichkeit mit sich bringt.


Informationen
Eintritt 40.-
Protagonisten
Ensemble VocaMe
Gerlinde Sämann
Maria Hauer
Sigi Hausen
Michael Popp
Petra NoskaiováImke Frank
Violoncello
Janne Valkeajoki
Bajan
Mundus inversus
Ritterhaus Bubikon. Sonntag, 23. August, 17.00 Uhr. Einführung 16.00 Uhr.
Werke u. a. von Guillaume de Machaut (ca. 1300-1377), Francesco Landini (ca. 1335-1397), Oswald von Wolkenstein (ca. 1377-1445) und aus dem Llibre Vermell de Montserrat (14. Jahrhundert).
Ist die Ordnung der Welt immer fest gefügt? Ist oben und unten unveränderlich? Läuft die Zeit immer in die gleiche Richtung? Das Programm des jungen
Ensembles Basilisk lässt uns daran zweifeln oder besser: an den lustvollen Gedankenspielen der mittelalterlichen Komponisten und Autoren teilhaben.Durch diese klangliche Reis e – von Spott bis Mystik – öffnet sich ein ganzes Spiegelkabinett von Umkehrungen. In dieser Welt, in der alles schwankt, in der Torheit Weisheit enthüllt und der Tod das Leben feiert, zeigt die mittelalterliche Kunst ihre tiefste Modernität: einen Blick, zugleich kritisch, verspielt und zutiefst menschlich. Dieses Konzert entstand in einer Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis, einem der weltweit führenden Zentren für die Aufführungspraxis Alter Musik.



Informationen
Eintritt 40.- inkl. Apéro
Protagonisten
Ensemble Basilisk
Ula Kinder
Vielle
Daniel Scott
Organetto, Blockflöte, Clavicymbalum
Michela Amici
mittelalterliche HarfenIvana Ivanović
Gesang, Organetto
Highlights aus der Opernwelt
Feusisberg, Katholische Kirche Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr. Apéro 18.45 (offeriert durch die Kulturkommission Feusisberg)
«Die Zeit, die ist ein seltsam Ding», singt die Marschallin im «Rosenkavalier» von Richard Strauss. Das gilt auch für die Klassiker der Opernliteratur – die meisten haben bereits hundert Jahre oder mehr auf dem Buckel. Aber doch sind sie zeitlos und werden in unterschiedlichsten Versionen in die jeweilige Gegenwart geholt. Im bewährten Konzert in Zusammenarbeit mit der Kühne-Stiftung gibt der sängerische Nachwuchs des Internationalen Opernstudios Zürich Opernarien und Ensembles auf höchstem Niveau zum Besten.


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Kollekte
Protagonisten
Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios der Oper Zürich
Adrian Kelly Klavier
Unendliche Endlichkeit
Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 20. September, 15.00 Uhr. Einführung 14.00. (Treffpunkt 13.50 Gymnasiumspforte)
Werke von Eran Dinur (*1966), Amy Beach (1867-1944), Johannes Brahms (1833-1897), Max Reger (1873-1916), Veljo Tormis (1930-2017), William Byrd (ca. 1543-1623) und Roderick Williams (*1965)
Das Programm spannt einen grossen zeitlichen Bogen und kreist um das Spannungsfeld von Zeitlichkeit und Transzendenz, von menschlicher Begrenztheit und Anrufung einer spirituellen Dimension. Marco Amherds Vokalensemble Zürich West führt durch verschiedene Dimensionen der Vergänglichkeit und der spirituellen Zuversicht. Das Konzert nimmt die Natur, den Menschen, den Tageslauf als Allegorie in den Blick und führt vom Friedensgebet an Jom Kippur bis zu «Ave verum corpus» in der Sicht der Renaissance, die zum Abschluss zeitgenössisch kommentiert werden. Diese Thematik verbindet die Religionen.


Informationen
Kollekte
Protagonisten
Vokalensemble Zürich West
Marco Amherd
Leitung
Abt Urban Federer
Klang – Bild – Raum – Zeit
Kunst(Zeug)Haus Rapperswil Sonntag, 27. September, 13.00 – 18.00 Uhr. (Freies Kommen und Gehen)
Morton Feldman (1926-1987): «For Philip Guston»
«Das Absolute ist das Ganze». Dieser Satz von Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird im Kunst(Zeug)Haus erlebbar. Wir verbinden Ausstellung, Konzert, Raumerlebnis und Meditation in einem einzigen Event. Morton Feldmans «For Philipp Guston» ist eine Welt für sich, von unerhörten Dimensionen. In diesem Werk wiederholen sich Motive und verändern sich allmählich, wie der Lichteinfall im Verlauf des Tages. Wir beginnen um 13.00 – und bleiben bis 18.00 Uhr. Sie wählen selbst, wann und wie lange Sie vorbeikommen. Sie können zuhören, meditieren, die Ausstellung der IG Halle besuchen, sich frei bewegen und selbst entscheiden, wieviel Feldman, moderne Kunst, Perspektivenwechsel Ihnen zusagt. Ein einmaliges Erlebnis.


Informationen
Kollekte
Richtpreis 20.-
Protagonisten
Jürg Henneberger
Klavier, Celesta
Christoph Bösch
Flöte
Daniel Stalder
Percussion
Anima e corpo
Lachen, Katholische Kirche
Sonntag, 4. Oktober, 17.00 Uhr. Einführung 16.00.
Lukas Langlotz (*1971): «Unapparent», sechs Sätze für Vokalensemble und vier Saxofone
Lukas Langlotz: «Zwischenräume», zwei Situationen für vier Saxofone und Raum mit grossem Nachhall
Emilio de’ Cavalieri (1550-1602): Ausschnitte aus «Rappresentatione di Anima, et di Corpo», arrangiert für Vokalensemble, vier Saxofone, Violone und Orgel.
Das Finale der Saison, konzentriert auf das Wesentliche, raumfüllend. Die Seele als Vertreterin des Unsterblichen und der Körper diskutieren in Emilio de’ Cavalieris «Rappresentatione» miteinander. Eine frühe Oper? Ein Oratorium? Jedenfalls eine dramatische Auseinandersetzung, Emotion und Philosophie in
einem Werk, in einer aktualisierten Bearbeitung. Die Musik des Schweizer Komponisten Lukas Langlotz nimmt diese Idee auf, und schliesslich begegnen wir
einer weiterentwickelten Fassung eines Auftragswerks für die Klosterkirche Einsiedeln aus der Musiksommer-Saison 2020. Es erklingt der ganze Kirchenraum.



Informationen
Kollekte
Protagonisten
Basler Madrigalisten
Raphael Immoos
Leitung
- Arte Quartett
Saxofone
Michael Bürgin
Violone
Vergangene Konzerte
Kosmos Mahler
Katholische Kirche Lachen
Sonntag 16. Oktober, 18.00 Uhr. Einführung 17.00.
Gustav Mahler (1860-1911): Symphonie Nr.5 (1902). Kammerfassung von Klaus Simon (*1968)
Jede Symphonie von Gustav Mahler ist eine Welt für sich. Die Kammerfassungen erlauben – jenseits der erschlagenden Wirkung eines grossen Orchesterapparats – eine intime Einsicht in diese unergründlich reichen Stücke, eine neue Hörerfahrung gerade auch für Mahler-Ungewohnte. Mahlers 5. Symphonie ist ein besonders komplexes Werk; sein Seufzer «Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk, niemand capiert sie» ist heute jedoch einer allgemeinen Bewunderung für die Dramatik, die Schönheit und die Expressivität dieser Musik gewichen. Das Adagietto mit seiner ins kollektive Gedächtnis übergegangenen Verbindung mit dem Film «Tod in Venedig» von Luchino Visconti weckt hier eine letzte Assoziation an das Sehnsuchtsland Italien. Dieses Konzert bringt ein Wiedersehen mit der Dirigentin Graziella Contratto, die den Musiksommer stark mitgeprägt hat.

Informationen
Kollekte
Protagonisten
Graziella Contratto, Leitung
MythenEnsembleOrchestral
In meiner Träume Heimat
Halbinsel Au/Wädenswil, Schloss
Sonntag, 2. Oktober, 17.00 Uhr. Einführung 16.00 Uhr.
Lieder von Richard Strauss (1864-1949), Ludwig Thuille (1861-1907), Wolfgang Fortner (1907-1987) und Othmar Schoeck (1886-1957).
Das Lied ist eine eigene Welt, es setzt unserer cartesianischen Ästhetik einen eigenen Zauber entgegen, der uns in andere Welten entführen kann: Auf der Kompositionsebene bedeutet das oft auch eine Flucht in eine musikalisch spektakuläre Innerlichkeit. Wir erwecken die Musik von Ludwig Thuille nach mehr als 100 Jahren aus ihrem Dornröschen-Schlaf; mit Schloss Au ist dafür der richtige Rahmen gegeben. Daneben finden auch heikle Grenzgänge statt: Othmar Schoeck, Wolfgang Fortner und Richard Strauss eint ein durchaus zwiespältiges Verhältnis zu ihrer realen Umwelt, zumindest in den Jahren des Zweiten Weltkrieges. Auch verdächtige Idyllen sind schön und auf prekäre Art faszinierend.
Informationen
Eintritt 50.- mit Apéro riche
Protagonisten
Irène Friedli Alt
Manuel Bärtsch Klavier
Geistes Heimat
Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 18. September, 18.30 Uhr. Einführung 17.30 Uhr.
Geistliche Musik von Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525-1594), J.S. Bach (1685-1750), Salomone Rossi (1570-1630), Mohammed Fairouz (*1985), Sandeep Bhagwati (*1963), Joanne Metcalf (*1958) und Max Reger (1873-1916).
Katholikós: Das allgemein Gültige, aber auch das Ganze, Ganzheitliche, die Fülle. Der Bettag in Einsiedeln gibt mit seiner stark ökumenischen Bedeutung dieser Fülle im eigentlichen Sinn Raum, die barocke Stiftskirche tritt in Dialog mit geistlicher Musik jenseits der Konfessions-, Epochen- und Religionsgrenzen. Die Meditationen des Abts werden ergänzt durch heimatliche und doch unvertraute Klänge des modernen Alphornquartetts Hornroh. So nah und so fern zugleich ist uns unsere geographische wie spirituelle Heimat.

Informationen
Kollekte
Protagonisten
Ensemble Singer pur
Hornroh Modern Alphorn Quartet
Abt Urban Federer, Meditation
Highlights aus der italienischen Opernwelt
Katholische Kirche Feusisberg, Donnerstag, 15. September, 19.30 Uhr. Apéro: 19.00 Uhr, offeriert von der Kulturkommission Feusisberg
Nach dem «Land, in dem die Zitronen blühen», zieht es nicht nur Goethes geheimnisvolle Mignon, sondern auch viele Opernfans; melodischer Erfindungsgeist, mitreissende Rhythmik, Emotionalität und Virtuosität sind in der italienischen Oper unübertroffen. Die Schlüsselszenen, die wir dank der Zusammenarbeit mit dem Opernstudio der Oper Zürich und der Kühne-Stiftung mit den Stars der Oper von morgen erleben dürfen, spiegeln paradigmatisch die grossen Gefühle des Lebens wider: Freude und Schmerz, Wut, Ekstase, Trauer, Scherz, oft auf engem Raum oder gar gleichzeitig. Für Unterhaltung auf höchstem Niveau ist gesorgt.

Informationen
Kollekte
Protagonisten
Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios – Oper Zürich
Adrian Kelly Klavier
Kosmopolitismus
Lindenhof Zürich
Freitag, 2. September, 19.00 Uhr. Einführung 18.00.
Felix Mendelssohn (1809-1847): Präludium und Fuge e-Moll, op. 35/1 (1841)
Franz Liszt (1811-1886): Stücke aus «Années de pèlerinage». Première année : Suisse (1848-1851)
Ludwig van Beethoven (1770-1827): Sonate c-moll op. 111 (1822)
Man kann auch überall zuhause sein. Der Kosmopolitismus der Musik von Mendelssohn, Liszt und Beethoven – in der Interpretation des Schweizer Meisterpianisten Oliver Schnyder – führt den Musiksommer auf den Lindenhof, den ältesten besiedelten Teil Zürichs. Hier befindet sich seit dem 18. Jahrhundert die Heimat der Zürcher Freimaurerei, die für Aufklärung, Toleranz und Kosmopolitismus steht. Hier wurde Franz Liszt 1845 auf eigenen Wunsch als Ehrenmitglied der Loge «Modestia cum libertate» aufgenommen. Sein unentwegter und nicht immer von Verständnis des Publikums begleiteter Einsatz für Beethovens Spätwerk hatte einen grossen Einfluss darauf, dass diese an masonischen Ideen reiche Musik bis heute so lebendig geblieben ist. Seine letzte Sonate entführt die Zuhörenden in das Reich der musikalischen Metaphysik, Theodor Adorno sprach von «Eros und Erkenntnis». Um diesen letzten Dingen auf den Grund zu gehen, sind wir hier am richtigen Ort. Im normalerweise für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen historischen Konferenzsaal der Zürcher Logen, wo seit mehr als 160 Jahren die Anhänger der Aufklärung debattieren.
Informationen
Eintritt: 50.-
Protagonisten
Oliver Schnyder, Klavier