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Programme2026-01-14T13:06:43+01:00

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

Endlichkeit/Unendlichkeit

Wandelt sich rasch auch die Welt
Wie Wolkengestalten
Alles Vollendete fällt
Heim zum Uralten

Rainer Maria Rilke, Sonette an Orpheus

Das Programm der neuen Saison nimmt eine Grundbedingung der condition humaine in den Blick: die Diskrepanz zwischen dem Wissen um die eigene Endlichkeit und der Sehnsucht nach dem Unendlichen, Unbegrenzten, weder den Zwängen der Zeit noch des Raums Unterworfenen. Dieser „Sinn und Geschmack für das Unendliche“, von dem Friedrich Schleiermacher vor mehr als 200 Jahren schrieb, kennt seinerseits kein Verfalldatum und verbindet Komponistinnen des Mittelalters mit Improvisatoren von heute. Und auch das Medium Musik als Zeitkunst scheint es zu reizen, die eigene Begrenztheit zu überwinden. Lassen Sie sich überraschen…

herzlich

Ihr

Manuel Bärtsch

Macht und Individuum

Manuel Bärtsch
Künstlerische Leitung

„Das Kunstwerk ist eine imaginäre Insel, die rings von Wirklichkeit umbrandet ist.“

José Ortega y Gasset

Musik entsteht immer in einem sozialen Gefälle – auf der einen Seite steht die Macht, die die Lebensumstände diktiert, die Auftragsgeber*innen, die Inkarnationen des Zeitgeists, die Zwänge des Broterwerbs. Auf der anderen Seite steht das Individuum, das sich zu diesen Kräften verhält, zustimmt, zweifelt, sich ihnen entzieht, sich auflehnt. Daraus entsteht grossartige Musik, sei es in Revolutionen, aus Überzeugung oder Ablehnung, als Kompromiss, Anarchie oder in kunstvoller Akzeptanz der Umstände. Der Musiksommer 2024 zeigt ganz unterschiedliche Konstellationen dieser Beziehung. Ich freue mich, diese Konzerte mit Ihnen zu erleben!

(viel zu) naheliegend sind geographische und ethnische Definitionen, aber man kann auch intellektuell oder emotional eine Heimat finden; oder aber man ist bewusst überall zuhause. Überdies entsteht Kultur – und das können wir heute besonders gut beobachten – gewöhnlich an den Schnitt- , Kollisions- und Überlappungsgrenzen dieser Heimatbegriffe.

Nach den Zeitreisen der letzten Saison reisen wir also geographisch, intellektuell, kosmopolitisch und emotional durch die bunte Welt der Musik. Natürlich spielt dabei die Schweiz eine wichtige Rolle, sowohl als musikalisch noch zu entdeckendes Land als auch als Spannungspol zu anderen musikalischen Kulturen. Dieser Weg führt uns unter Anderem über Finnland, Persien, Griechenland, Japan auch in die musikalischen Welten von Gustav Mahler und Max Reger. Es ist mein Bestreben, Sie mit jedem Konzert neben dem ästhetischen Genuss auch zu überraschen: Neu in dieser Saison sind zum Beispiel eine Konzertlesung, eine musikalisch bespielte Ausstellung mit begehbaren Skulpturen und ein Konzert im Zürcher Lindenhof, wo man auch nicht alle Tage hineinkommt. Wie sagte Perikles? Das Geheimnis der Freiheit ist der Mut

herzlich

Ihr

Manuel Bärtsch

17Mai 2026

Eröffnungskonzert

6Juni 2026

Infinitiy loops

Zürich, Baby Angel

Samstag, 6. Juni, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Steve Reich (*1936): «Come on» (abgespielt von Vinyl)
Steve Reich: «Violin Phase» für Violine und voraufgezeichnetes Band
Sebb Bash: Carte Blanche

Ein bis zur imaginierten Ewigkeit wiederholtes Pattern erlebt allmähliche, oft zuerst kaum merkliche Modifikationen, wird überlagert, verschiebt sich:
ein magisches Klangerlebnis in den frühen Werken von Steve Reich. Und ausgehend von der New Yorker Bronx eroberte sich eine afro-amerikanische
Kunstform zwischen Avantgarde, Experiment und Storytelling die Welt, die ebenfalls auf die Magie von Sampling und Looping vertraut: Hip-Hop. In Zusammenarbeit mit dem Zürcher Verein guerillaclassics geht der Musiksommer unerwarteten Geistesverwandtschaften nach. Dmitry Smirnov, unser Artist in Residence 2023, spielt mit sich selbst Steve Reichs «Violin Phase», während der seit den 1990er-Jahren international gefragte und 2019 mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnete Lausanner DJ und Produzent Sebb Bash eine Carte Blanche erhält.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Dmitry Smirnov, Violine

  • Sebb Bash Electronics, loop

  • Tracy September, Severin Kolb Kuration

     

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13Juni 2026

…das Ende der Zeit

Kapuzinerkloster Rapperswil
Samstag, 13. Juni, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Werke von Hon Ning Cheung, Luca Staffelbach, Lawson Lawall und Capucine Seuret (Kompositionsklasse von Dieter Ammann)
Oliver Messiaen (1908-1992): Sätze aus «Quatuor pour la fin du temps»

Die musikalische Zeit ist nicht die gemessene Zeit; Stunden können sich wie Minuten anfühlen und umgekehrt. Messiaens Quatuor, ein Schlüsselwerk der Moderne, verbindet dieses kompositorische Zeitspiel mit der metaphysischen Idee der Aufhebung der Zeit in der biblischen Johannes-Offenbarung. Wie die junge Generation von Komponist*innen auf dieses so moderne wie gleichzeitig aus der Zeit gefallene Werk reagiert, darf mit Spannung erwartet werden. Das junge Dissolution Ensemble setzt sich für das Verständnis und die Verbreitung von neuer Musik ein; wie sein Name besagt, ist ein fluider Umgang mit Grenzen und Konventionen ein wichtiger Teil seiner musikalischen Identität.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Dissolution Ensemble

  • Corinna Canzian
    Violine

  • Charlotte Lorenz

    Violoncello

     

  • Rebecca Blau

    Flöte

  • Anastasia Schmidlin
    Klarinette

  • Pierre Delignies
    Klavier

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21Juni 2026

All’improvviso

Schloss Au, Wädenswil Sonntag, 21. Juni, 17.00 Uhr. Einführung 16.00.

Django Bates

Improvisationen und Eigenkompositionen

Der Grossmeister des Modern Creative Jazz Django Bates ist als Komponist und als Pianist ein Erlebnis für sich. Mit jedem Konzert, mit jeder Aufnahme
überrascht er, ob er nun mit Anouar Brahem «blue makams» erkundet, Charlie Parker Tribut zollt oder bearbeitet und verfremdet: Immer kombiniert er ein
meisterliches Handwerk mit zugleich spannenden, ästhetischen und zutiefst schrägen Ideen. Er hat sich in den letzten Jahren wieder zunehmend dem Klavier als Soloinstrument zugewandt. Was er exklusiv für uns aus dem unendlichen Meer der Möglichkeiten herausfischen wird? Wir werden sehen…

Albert und Christa Merz-Isoz, Kilchberg

Informationen

  • Eintritt: 50.- inkl. apéro riche

  • Bitte nutzen Sie den Vorverkauf oder melden Sie sich für den Apéro riche bei Pit Marty an: pit.marty@bluewin.ch

Protagonisten

  • Django Bates

    Klavier

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5Juli 2026

Mystikerinnen

Kirche St. Peter und Paul, Ufenau. Sonntag, 5. Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.15 Uhr.

Werke von Hildegard von Bingen (1098-1179), Hadewjich (13. Jahrhundert) und Sofia Gubaidulina (1931-2025)

Weibliche Mystik aus dem Mittelalter: Wer Hadewjich war, ist nur noch schwer festzustellen, im Gegensatz zu Hildegard von Bingen, deren Wirken weit über die Musik hinausging. Beiden ist gemeinsam, dass sie uns einen Anhauch des Unendlichen aus unendlich ferner Zeit vermitteln. Ihr Echo finden diese Mystikerinnen im Werk der russischen Komponistin Sofia Gubaidulina, deren Denken in mathematischen Proportionen sich direkt an die mittelalterliche Idee der Sphärenmusik anschliesst und doch eine zeitgenössische emotionale Dringlichkeit mit sich bringt.

Informationen

  • Eintritt 40.-

Protagonisten

  • Ensemble VocaMe

  • Gerlinde Sämann
    Maria Hauer
    Sigi Hausen
    Michael Popp
    Petra Noskaiová

  • Imke Frank

    Violoncello

  • Janne Valkeajoki

    Bajan

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23Aug. 2026

Mundus inversus

Ritterhaus Bubikon. Sonntag, 23. August, 17.00 Uhr. Einführung 16.00 Uhr.

Werke u. a. von Guillaume de Machaut (ca. 1300-1377), Francesco Landini (ca. 1335-1397), Oswald von Wolkenstein (ca. 1377-1445) und aus dem Llibre Vermell de Montserrat (14. Jahrhundert).

Ist die Ordnung der Welt immer fest gefügt? Ist oben und unten unveränderlich? Läuft die Zeit immer in die gleiche Richtung? Das Programm des jungen
Ensembles Basilisk lässt uns daran zweifeln oder besser: an den lustvollen Gedankenspielen der mittelalterlichen Komponisten und Autoren teilhaben.Durch diese klangliche Reis e – von Spott bis Mystik – öffnet sich ein ganzes Spiegelkabinett von Umkehrungen. In dieser Welt, in der alles schwankt, in der Torheit Weisheit enthüllt und der Tod das Leben feiert, zeigt die mittelalterliche Kunst ihre tiefste Modernität: einen Blick, zugleich kritisch, verspielt und zutiefst menschlich. Dieses Konzert entstand in einer Zusammenarbeit mit der Schola Cantorum Basiliensis, einem der weltweit führenden Zentren für die Aufführungspraxis Alter Musik.

Informationen

  • Eintritt 40.- inkl. Apéro

Protagonisten

  • Ensemble Basilisk

  • Ula Kinder

    Vielle

  • Daniel Scott

    Organetto, Blockflöte, Clavicymbalum

     

  • Michela Amici
    mittelalterliche Harfen

  • Ivana Ivanović
    Gesang, Organetto

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9Sep. 2026

Highlights aus der Opernwelt

Feusisberg, Katholische Kirche Mittwoch, 9. September, 19.30 Uhr. Apéro 18.45 (offeriert durch die Kulturkommission Feusisberg)

«Die Zeit, die ist ein seltsam Ding», singt die Marschallin im «Rosenkavalier» von Richard Strauss. Das gilt auch für die Klassiker der Opernliteratur – die meisten haben bereits hundert Jahre oder mehr auf dem Buckel. Aber doch sind sie zeitlos und werden in unterschiedlichsten Versionen in die jeweilige Gegenwart geholt. Im bewährten Konzert in Zusammenarbeit mit der Kühne-Stiftung gibt der sängerische Nachwuchs des Internationalen Opernstudios Zürich Opernarien und Ensembles auf höchstem Niveau zum Besten.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Sängerinnen und Sänger des Internationalen Opernstudios der Oper Zürich

  • Adrian Kelly Klavier

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20Sep. 2026

Unendliche Endlichkeit

Einsiedeln, Klosterkirche
Sonntag, 20. September, 15.00 Uhr. Einführung 14.00. (Treffpunkt 13.50 Gymnasiumspforte)

Werke von Eran Dinur (*1966), Amy Beach (1867-1944), Johannes Brahms (1833-1897), Max Reger (1873-1916), Veljo Tormis (1930-2017), William Byrd (ca. 1543-1623) und Roderick Williams (*1965)

Das Programm spannt einen grossen zeitlichen Bogen und kreist um das Spannungsfeld von Zeitlichkeit und Transzendenz, von menschlicher Begrenztheit und Anrufung einer spirituellen Dimension. Marco Amherds Vokalensemble Zürich West führt durch verschiedene Dimensionen der Vergänglichkeit und der spirituellen Zuversicht. Das Konzert nimmt die Natur, den Menschen, den Tageslauf als Allegorie in den Blick und führt vom Friedensgebet an Jom Kippur bis zu «Ave verum corpus» in der Sicht der Renaissance, die zum Abschluss zeitgenössisch kommentiert werden. Diese Thematik verbindet die Religionen.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Vokalensemble Zürich West

  • Marco Amherd

    Leitung

  • Abt Urban Federer

     

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27Sep. 2026

Klang – Bild – Raum – Zeit

Kunst(Zeug)Haus Rapperswil Sonntag, 27. September, 13.00 – 18.00 Uhr. (Freies Kommen und Gehen)

Morton Feldman (1926-1987): «For Philip Guston»

«Das Absolute ist das Ganze». Dieser Satz von Georg Wilhelm Friedrich Hegel wird im Kunst(Zeug)Haus erlebbar. Wir verbinden Ausstellung, Konzert, Raumerlebnis und Meditation in einem einzigen Event. Morton Feldmans «For Philipp Guston» ist eine Welt für sich, von unerhörten Dimensionen. In diesem Werk wiederholen sich Motive und verändern sich allmählich, wie der Lichteinfall im Verlauf des Tages. Wir beginnen um 13.00 – und bleiben bis 18.00 Uhr. Sie wählen selbst, wann und wie lange Sie vorbeikommen. Sie können zuhören, meditieren, die Ausstellung der IG Halle besuchen, sich frei bewegen und selbst entscheiden, wieviel Feldman, moderne Kunst, Perspektivenwechsel Ihnen zusagt. Ein einmaliges Erlebnis.

Informationen

  • Kollekte

  • Richtpreis 20.-

Protagonisten

  • Jürg Henneberger

    Klavier, Celesta

  • Christoph Bösch

    Flöte

  • Daniel Stalder

    Percussion

     

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4Okt. 2026

Anima e corpo

Lachen, Katholische Kirche
Sonntag, 4. Oktober, 17.00 Uhr. Einführung 16.00.

Lukas Langlotz (*1971): «Unapparent», sechs Sätze für Vokalensemble und vier Saxofone
Lukas Langlotz: «Zwischenräume», zwei Situationen für vier Saxofone und Raum mit grossem Nachhall
Emilio de’ Cavalieri (1550-1602): Ausschnitte aus «Rappresentatione di Anima, et di Corpo», arrangiert für Vokalensemble, vier Saxofone, Violone und Orgel.

Das Finale der Saison, konzentriert auf das Wesentliche, raumfüllend. Die Seele als Vertreterin des Unsterblichen und der Körper diskutieren in Emilio de’ Cavalieris «Rappresentatione» miteinander. Eine frühe Oper? Ein Oratorium? Jedenfalls eine dramatische Auseinandersetzung, Emotion und Philosophie in
einem Werk, in einer aktualisierten Bearbeitung. Die Musik des Schweizer Komponisten Lukas Langlotz nimmt diese Idee auf, und schliesslich begegnen wir
einer weiterentwickelten Fassung eines Auftragswerks für die Klosterkirche Einsiedeln aus der Musiksommer-Saison 2020. Es erklingt der ganze Kirchenraum.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Basler Madrigalisten

  • Raphael Immoos

    Leitung

  • Arte Quartett

    Saxofone

  • Michael Bürgin

    Violone

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Vergangene Konzerte

19Aug. 2022

Persien – Basel

Ritterhaus Bubikon
Freitag, 19. August, 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Kompositionen und Improvisationen

Vier Musiker, mit allen Wassern der westlichen Traditionen gewaschen, treffen auf den persischen Virtuosen und Komponisten Misagh Joolaee: Eine einzigartige musikalische Begegnung, welche sich durch Improvisation, komplexe Rhythmen, verzierte Melodien aus mikrotonalen Intervallen und eine eigene Harmoniesprache auszeichnet. Diese noch nicht dagewesenen musikalischen Landschaften haben eine fünfte Mitspielerin: Die mittelalterliche Niederlassung des Johanniterordens, in deren Kapelle das Konzert stattfindet, gibt dem Konzert einen besonderen Reiz. Zunächst als ästhetischer Kontrast, dann aber auch als ferner Spiegel der mittelalterlichen Lust an komplexer Spekulation, und schliesslich als musikalisches Gesamtkunstwerk durch die wunderschöne, zeitlose Akustik.

Informationen

  • Eintritt: 40.- mit Apéro

Protagonisten

  • Misagh Joolaee Kamancheh

  • Ensemble Cordaeola

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10Juli 2022

„Les sauvages“ – Wo endet die Welt?

Klosterinsel Ufenau, Kirche St.Peter und Paul
Sonntag, 10. Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.00.

Jürg Zurmühle: Kompositionen, traditionelle Stücke
Tom Arthurs, Sam Britton: Improvisation

Für das antike Griechenland war klar: Wer nicht griechisch spricht, ist ein lallender Barbar, und die Säulen des Herakles bei Gibraltar markieren das Ende der Welt. Seither hat sich unsere Vorstellung der Welt kontinuierlich erweitert bis zum banalen globalen Dorf, aber empfinden wir auch so? In diesem Konzert werden die ästhetischen Grenzen der Welt ausgelotet: Die Shakuhachi, ein streng rituelles, virtuoses und ausgesprochen ausdrucksvolles japanisches Instrument, trifft auf die nicht minder aufregenden Klänge des britischen Jazz-Trompeters und Komponisten Tom Arthurs und des elektronischen Klangmagiers Isambard Khroustaliov alias Sam Britton. In ihren Improvisationen werden die Klänge der Insel, aber auch Rameaus «les indes galantes» eine Rolle spielen. Diese expressiven, sparsamen Skizzen schlagen eine Brücke zur Ausstellung von Harald Nägeli, die Sie auf der Insel bewundern können, und stellen die Frage nach der Endlichkeit der Welt ins Transzendentale.

Informationen

  • Eintritt 50.-

Protagonisten

  • Jürg Zurmühle, Shakuhachi

  • Tom Arthurs, Trompete

  • Sam Britton, electronics

     

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2Juli 2022

Exil Paris

Klosterinsel Ufenau, Kirche St.Peter und Paul
Samstag 2.Juli, 14.00 Uhr. Einführung 13.00

Werke von Manuel de Falla (1876-1946), Alexandre Tansman (1897-1986), Frederic Mompou (1893-1987), Xavier Montsalvatge (1912-2002), Claude Debussy (1862-1918) und Maurice Ravel (1875-1937)

Exil als Heimat – welch seltsamer Widerspruch. Und doch haben bestimmte Orte, allen voran Paris, auf Komponisten, die ihr Land verlassen mussten oder wollten, eine eigenartige Wirkung: eine Horizonterweiterung in Bezug auf neue Kompositionstechniken, und gleichzeitig eine Besinnung auf das eigene Idiom. Manuel de Fallas progressiver Nationalstil entsteht hier und beeinflusst die nachfolgenden Exilspanier, Alexandre Tansman schreibt «in modo polonico», und die französischen Komponisten nehmen ihrerseits die fremden Idiome auf. Die Kirche St. Peter und Paul auf der Ufenau mit ihren uralten Fresken kommt dieser musikalischen Welt in besonderer Weise entgegen. Auf der geschichtsträchtigen «Insel der Stille» gewinnt jeder Ton an Bedeutung und Ausdruck: Intime Kammermusik wird hier zum Erlebnis.

Informationen

  • Eintritt: 50.-

Protagonisten

  • Consuelo Giulianelli

  • Maurizio Grandinetti, Gitarre

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26Juni 2022

Unterwegs

Rapperswil, Kapuzinerkloster
Sonntag, 26. Juni 19.30 Uhr. Einführung 18.30.

Heinrich Schütz (1585-1672), Claudio Monteverdi (1567-1643): Italienische Madrigale
Giovanni Girolamo Kapsberger (1580-1651): Toccate, aus Libro primo d’intavolatura di chitarrone (1604)
Charles Uzor (*1961): hay que caminar… en una arcada. hay que caminar … al fin del mundo (2022, Uraufführung)

Die selten aufgeführten italienischen Madrigale von Heinrich Schütz zeugen von seinem Studium in Venedig bei Giovanni Gabrieli. Die lebens- und farbenfrohe, raffinierte venezianische Kompositionsweise teilt er mit dem in Venedig geborenen deutschstämmigen Johann Hieronymus Kapsberger, einem Lautenvirtuosen, der in Rom im päpstlichen Dienst zum Giovanni Giorlamo Kapsberger mutierte. Dazu zwei sehr unterschiedliche Werke lebender Komponisten: Der aus Haifa stammende Orí Harmelin orientiert sich in seiner Passacaglia streng an historischen Vorbildern, während die neuen Stücke für Laute des nigerianisch-schweizerischen Komponisten Charles Uzor, ein Kompositionsauftrag des Musiksommers, einen zeitgenössischen Blick auf alte Instrumente werfen. Sie sind ein eindrückliches Beispiel für das geografische und historische Unterwegssein, das alle Komponisten dieses Abends verbindet.

Informationen

  • Kollekte

Protagonisten

  • Vokalensemble Voces suaves

  • Sebastian Carrasco Mendoza, Laute

  • Orí Harmelin, Theorbe

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3Juni 2022

Schweiz heute

Kunst(zeug)haus Rapperswil
Freitag 3. Juni 19.30 Uhr. Einführung 18.30 Uhr.

Werke von Jürg Wyttenbach (1935-2021), Iris Szeghy (*1956), Younghi Pagh-Paan (*1945), Rico Gubler (*1972), Dieter Ammann (*1962). Traditionelle Musik aus Schweden.

Eine Tour d’Horizon durch die aktuelle Kompositionslandschaft der Schweiz, deren Vielfalt das Netz der Kulturen spiegelt, in dem sich unsere Gesellschaft heute mit Selbstverständlichkeit bewegt: Vom im letzten Jahr verstorbenen Grossmeister des musikalisch Hintergründigen Jürg Wyttenbach zur eng mit der Schweiz verbundenen koreanischen Komponistin Younghi Pagh-Paan; von der ungarischen, in der Ostslowakei aufgewachsenen und in Zürich lebenden Komponistin Iris Szeghy bis zu den Schweizern Rico Gubler und Dieter Ammann. Die seit langer Zeit in der Schweiz wirkende Klarinettistin Karin Dornbusch steuert zudem archaische Klänge aus ihrer Heimat Schweden bei. Als Veranstaltungsort empfängt uns das Kunst(Zeug)Haus Rapperswil, ein wichtiges Zentrum der Schweizer Gegenwartskunst. Das Konzert findet inmitten der Ausstellung «like a garden» der Künstlerin Ursula Palla statt. Die grossen begehbaren Skulpturen werden eine einzigartige Inszenierung ermöglichen: Auf diese Wechselwirkung von Musik und Kunst sind wir selbst sehr gespannt.

Informationen

  • Einritt: 30.-

Protagonisten

  • Eva Oertle, Flöte

  • Karin Dornbusch, Klarinetten

  • Ursula Palla, Ausstellung

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